Gerhard Popp

„Ausdruck seines zentralen Themas: die inneren Verwerfungen, Schichten und Strukturen der menschlichen Psyche.
Unter der Oberfläche einer explosiven Farbigkeit zeichnen sich die feinen Strukturen figürlicher Geistigkeit ab.
Chagallhafte Wesen in Tunneln, Röhren und Spiralen kreisen wie im ewigen Lauf von Werden und Vergehen von Liebe, Leben und Tod.
Expressiv grell, farbstrotzend, erscheint vieles doch dunkel und verrätselt. Man spürt die Spannungen, ja Ängste, die Konflikte zwischen Innen – und Außenwelt. Macht, Krieg, Gewalt, das Chaos gebändigt allein durch die ordnende Hand des Künstlers, eingebunden in eine Harmonie von Farbe und Linie.
Natur, Geschichte, Gott und die Welt, dazwischen der Mensch mit aller Leidenschaft und den Abgründen seiner Existenz: Alles ist Teil eines Ganzen, miteinander amöbenhaft verkettet und verwoben.“

„Der Mensch steht im Mittelpunkt der schöpferischen Tätigkeit. Die Bildfläche z.B. wird zur Ebene subjektiver Interpretationen, das heißt bedrohliche Verstrickungen, Ängste, bedrängende Erlebnisse und Eindrücke werden dort verarbeitet.
Liebe und Hass,
Sexualität und Perversion,
Leidenschaft und Schwermut,
Aggressivität und Selbsthingabe,
die Stellung zu Gott und gegenüber der Umwelt und Natur und die Dummheit und Uneinsichtigkeit der Menschen sind Hauptthemen meiner Arbeit.“

Dr. Ruprecht Konrad
Kunsthistoriker

Gerhard Popp